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Neue Karte: Ostdeutschland, Polen, Rabenschwarz

22. August 2014

Walter Milani-Müller, selbsternannter Kartograph der HeXXen-Welt, präsentiert uns eine neue Karte. Diesmal legt er den Fokus auf Ostdeutschland mit Polen und dem mysteriösen Reich Rabenschwarz, wo vom Wege abgekommene Ordensritter residieren und kaum weniger finster sind als die Kreaturen der Nacht, die sie einst mit feurigem Eifer bekämpften. Sehr schön ist auch Walters begleitender Text zu der Karte geworden. Zu einigen Beiträgen würde ich am liebsten sofort ein Abenteuer entwickeln… Allein die Zeit, sie fehlt mir…

HeXXen_Ostdeutschland_kleinDas Geisterkloster 

In diesem alten Gemäuer, das wohl schon an die 800 Jahre steht und seit dem späten Mittelalter verfällt, gehen die ruhelosen Geister der hier von den Schergen eines Raubritters getöteten Mönche um. Sie haben das Kloster nie verlassen, sind aber auch ansonsten friedlich, wenngleich ein schauderhafter Anblick. Die Brüder gehen ihrem gewohnten Tagesablauf nach: arbeiten im Garten, kopieren Texte, beten usw., tragen dabei aber die schrecklichen Wunden an ihren schemenhaften Leibern, die ihnen im Moment des Todes zugefügt wurden…

Die Schwarzspree

Die Schwarzspree ist ein Sumpf gleich außerhalb Berlins. Während hier bei Tag Torf gestochen wird, gehen in der Nacht die ruhelosen Seelen all jener um, die in diesem Moor ihr Leben ließen, und das sind so einige, denn schon zu Zeiten der Germanen waren einige der schwarzen, morastigen Tümpel heilige Orte, an denen den Göttern Feinde und Freiwillige geopfert wurden. Über die folgenden Jahrhunderte sind so einige Unglückliche in der Schwarzspree verschwunden. Es geht sogar die Sage, dass sich hier ein ganzer Heerzug in Luft auflöste. So dringt denn Nacht für Nacht das Wehklagen der Ruhelosen aus dem Sumpf und hier und da tauchen fahle Lichtgestalten auf, die weitere Unvorsichtige ins ewige Verderben locken wollen…

Finsterwalde

Einst war hier ein aufstrebender Marktflecken, mitten im dunklen Wald gelegen, doch vor rund einer Generation verschwanden alle Bewohner des Dorfes in nur einer einzigen Nacht. Niemand weiß, welchen Fluch die Dörfler auf sich geladen haben, oder ob sie wegen irgendeines Schrecken ihr Heil in der Flucht suchten. Es steht zumindest fest, dass sie alles stehen und liegen ließen und verschwanden, ob nun auf den eigenen Füßen oder durch dunkle Zauberei…

Merseburg

Immer mal wieder kommt es vor, dass in Merseburg Wünsche wirklich werden, dass unheilbar verletzte Pferde anderntags wundenfrei aufstehen und dass Eingekerkerte durch die Gassen fliehen obgleich sie niemand freiließ. Wie all dies möglich ist, bleibt ein Rätsel, wennauch die seltsamen Verse, die auf den Vorsatzblättern einiger Sakramentare gefunden wurden, ein Teil des Geheimnisses zu sein scheinen… (für weitere/genauere Infos siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Merseburger_Zauberspr%C3%BCche)

Die schwarze Schule zu Leipzig

Mit Duldung des Kurfürsten und streng im Verborgenen, existiert in Leipzig eine Schule zur Ausbildung von Zauberern. Diese sollen vor allem die Reihen der sächsischen Armee mit ihrem Können verstärken, aber auch die Suche nach der Transmutation unedler Stoffe in Gold weiter vorantreiben. Bislang war diese nämlich wenig erfolgreich, sieht man davon ab, dass die alchimistischen Experimente Sachsen die Porzellanmanufaktur einbrachten. Da heilkräftige Zauber in der Armee zwar auch nützlich sind, jedoch beim Feind keinen Eindruck hinterlassen, verlegte man sich an der schwarzen Schule auf die namensgebende schwarze Magie mit ihren diversen Schadzaubern und Flüchen. Die Idee hinter der Schule ist, dass ein Zauberer, der zwar die Kunst der Finsternis kennt und anzuwenden weiß, diese niemals gegen seinen Souverän oder seine Kameraden richtet, so er hervorragend ausgebildet und unterwiesen ist. Abgänger der schwarzen Schule verfügen dementsprechend über eine umfangreiche Bildung und können sich durchaus mit studierten Gelehrten messen. Die Ausbildung an der schwarzen Schule dauert drei Jahre, verlangt den Schülern jedoch wesentlich mehr ab: Mit jedem Jahr, das auf der Schule vergeht, altern die Schüler um drei Jahre…

Koselbruch

Im Koselbruch steht eine alte Mühle, in der angeblich ebenfalls die schwarze Kunst gelehrt wird. Hier soll auch der legendäre Zauberer, der landauf landab nur Krabat genannt wird und das Ohr des Kurfürsten hat, seine Ausbildung erhalten haben. Es gehen Gerüchte, dass der Gevatter Tod hier die Knochen der Toten zu Staub für sein Stundenglas zermahlen lässt. Die Döfler der Umgebung meiden die Mühle und lassen doch ihr Korn dort mahlen. An Sammelplätzen im Wald liefern sie das Korn ab, das dann von den Müllersburschen eingesammelt wird. Ein paar Tage später liefern die Burschen das Mehl an dieselben Stellen. So weiß letztlich niemand genau, was in der schwarzen Mühle vor sich geht…

Erzgebirge

Von Minen durchzogen, haben hier Wichtel und Zwerge sämtliche Bergarbeiten übernommen. Anders als in anderen Gebirgen, sind diese Berggeister jedoch freundlich und treiben gern Handel mit den Menschen. Lässt man sie desweiteren in Frieden, so hat man nichts von ihnen zu befürchten…

Herschbrig

Herschbrig oder auch Hirschberg ist das nördlichste Dorf Böhmens. Von der habsburgischen Krone vergessen, fristet das Dorf ein einsames Dasein zwischen zwei unwirklichen Orten. Direkt an der Grenze Rabenschwarz‘ gelegen, müssen die Dörfler ständig mit Übergriffen durch die Schergen der schwarzen Ritter rechnen, die Zölle und Zehnte eintreiben wollen, die ihnen eigentlich gar nicht zustehen. Bei jedem dieser Überfälle stehen die Hirschberger buchstäblich mit dem Rücken zur Wand, denn das Dorf liegt ebenfalls am Fuß der Schneekoppe, die in diesen Tagen gleich von mehreren Eisriesen bewohnt wird. Immer wieder werfen die Giganten Felsen und Schnee nach dem Dorf, dessen Bewohner stur allen Gewalten trotzen…

Schneekoppe

Der höchste Berg der Gegend wird seit etwa 30 Jahren von mehreren Eisriesen bewohnt, die aus dem Norden hierher eingeandert sind. Niemand kann genau sagen, wie viele Riesen es wohl sein mögen, denn man bekommt zu keiner Zeit alle gleichzeitig zu Gesicht. Die Riesen machen sich einen Spaß daraus, das zu Füßen der Schneekoppe gelegene Herschbrig immer wieder mit Steinschlägen und Lawinen zu bedenken…

Rabenschwarz

Viel gibt es über Rabenschwarz nicht zu sagen, und wenn, dann allenfalls hinter vorgehaltener Hand. Die auf der Karte verzeichneten Orte existieren Berichten zufolge noch und sollen auch immer noch von normalen Menschen bewohnt sein. Allein, es ließ sich kein Kundschafter finden, diese Gerüchte zu bestätigen…

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